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Kreisverband Freising/Erding/Dachau e.V. |
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Münchner Merkur am 19.08.09: Fußgänger auf Warteposition
Freising - Ampeln in der Domstadt Freising nahm der VCD unter die Lupe. Fazit: Die Wartezeiten für Fußgänger sind viel zu lang. ...
Den gleichzeitig stattfindenden Tag gegen Lärm nahm der VCD Freising/ Erding/ Dachau zum Anlass, um die Entstehung von Lärm zum Mittelpunkt seiner Jahreshauptversammlung zu machen. Daneben wurden Doris Kraeker als 2. Vorsitzende und Ulf Wessolowski als Beisitzer im Vorstand einstimmig bestätigt.
Ulf Wessolowski erläuterte, dass Lärm eine sozio-psychologische Wahrnehmung sei, dass er also subjektiv empfunden werde. Lärm machen stets die Anderen; was jeder selber erzeuge, betrachte er nicht als Lärm. Die physikalische Größe sei Schall, der von 16 bis 20000 Schwingungen pro Sekunde wahrgenommen wird. Messen würde man den Schalldruck; wobei Verkehrslärm meist gerechnet werde.
Der VCD hatte ja in der Woche davor eine Lärmmessung an verschiedenen, lärmreichen Punkten in Freising gemacht. Auf der Jahreshauptversammlung gab Alfred Schreiber genauere Informationen zur EU-Umgebungsrichtlinie. Die EU fordert bei der Umgebungslärmrichtlinie eine, direkte Mitwirkung der Bürger. Die Öffentlichkeit muß einbezogen werden, bevor ein Ergebnis vorliegt. Der Bürger soll mitwirken können und Kartierungen sowie Aktionspläne bei der Verwaltung erfragen und einfordern. Das Landesamt für Umweltschutz hat in seinem Lärmbelastungskataster auch die stark belasteten Freisinger Hauptstraße aufgenommen (mehr als 16400 Kfz/Tag). Da aber weniger als 50 Personen pro Straßenabschnitt vom Lärm betroffen waren, wurden im Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Freising (es wurde berichtet) keine lärmreduzierende Maßnahmen beschlossen. In einer 2. Stufe sollen ab 2012 bereits Straßen mit mehr als 8500 PKW pro Tag einbezogen werden; bis 2013 sollen dann Aktionspläne zur Lärmreduzierung erstellt werden, so die EU-Vorgaben.
Kurt Bayer vom Landesvorstand wies darauf hin, dass Lärmschutzmaßnahmen nur bei einem Aus- oder Neubau möglich sind. Doris Kraeker und Alfred Schreiber hielten Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr, das vor allem vom Widerstand gegen eine 3. Startbahn geprägt war. Beteiligungen an den Demonstrationen und Aktionen waren genauso wichtig wie Besuch von Parteiveranstaltungen der Startbahnbefürworter. Während des Erörterungsverfahrens in Unterschleißheim war der VCD ebenfalls mehrmals vertreten.
Zusätzlich zum Thema Flughafen ist es dem VCD ein Herzensanliegen, ÖPNV- Verbesserungen anzustoßen. Doris Kraeker: "Der Kontakt zur Stadt Erding kann als gut bezeichnet werden, während es mit dem Landkreis Erding leider bisher noch zu wenig Zusammenarbeit kam." Die ganzjährige Einführung des Samstagsbusses und eine 30-minütige Verbindung der Therme mit der Innenstadt werden vom VCD sehr begrüßt. Zusammen mit dem ADFC beteiligt sich der VCD in Erding auch an einer Aktion zur Förderung des Radfahrens. Nach dem Vorbild von Moosburg soll durch Werbemaßnahmen und Verbesserungen für Radfahrer ihre Zahl erheblich erhöht werden. Christian Magerl, neben Uli Kias einer der wieder gewählten Kassenprüfer, berichtete, dass die Zahl der Starts und Landungen in der 17. Woche um 7,2 % eingebrochen sei. In Berlin dagegen würden die Zahlen nicht so stark zurückgehen, da sich die Fluggesellschaften schon für den neuen Berliner Flughafen positionieren würden. Leider habe die TU ein weiteres Gut - Hirschau -an den Münchner Flughafen verkauft und einen großen Gewinn erzielt. Die Ausschreibung der Planungen für eine 3. Startbahn vom Flughafen ohne positiven Planfeststellungsbeschluss verurteilte er auf das Schärfste. Hier zeige sich wieder einmal, welch schlechter Partner der Flughafen für das Umland sei.
Münchner Merkur am 29.04.09: Krach bis jenseits der Schmerzgrenze
Freising - In der Großen Kreistadt Freising ist es laut. Sehr laut sogar. Lärm bis jenseits der Schmerzgrenzen stellte jetzt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bei einer Messung fest...
Mittlerweile gewinnt der Widerstand weiter an Schwung und zieht immer größere Kreise: Nunmehr sind bereits über 70 Gruppierungen aktiv im Aktionsbündnis aufgeMUCkt zusammengeschlossen, in den zehn Landkreisen Freising, Erding, Dachau, Landshut, München, Ebersberg, Pfaffenhofen, Kelheim, Mühldorf und Fürstenfeldbruck und den kreisfreien Städten Landshut und München.
Unser Stammtisch für Mitglieder und Interessenten findet üblicherweise an jedem 3. Dienstag im Monat (außer im August und Dezember) um 20 Uhr im EtCetera, Obere Haupstraße 54, Freising (Altstadt) statt.
Die nächsten Termine sind:
16. März 2010 | 20. April 2010 | 18. Mai 2010