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Kreisverband
Freising/Erding/Dachau e.V. |
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Flughafen FreisingErdingDachauVCD |
Planfeststellungsverfahren 3. StartbahnDie Frist zur Abgabe der Einwendungen lief am 26.5.2010 ab. Danke für die Beteiligung an den mehr als 20000 Einwendungen.
Im Juli 2005 wurden Pläne für den Bau einer 3. Start- und Landebahn am Flughafen München bekanntgegeben. Anfängliche Versuche, Betroffene und deren Gemeinden gegeneinander auszuspielen, fruchteten glücklicherweise nicht. Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen, kirchliche und sonstige Gruppierungen haben sich im Aktionsbündnis AufgeMUCkt zusammengeschlossen. Das Planfeststellungsverfahren wurde am 24.08.07 von der Flughafen München GmbH bei der Regierung von Oberbayern beantragt. In diesem Planfeststellungsverfahren gingen im Herbst 2007 nach Aussage der Regierung von Oberbayern knapp 60.000 Einwendungen gegen die geplante 3. Start- und Landebahn ein. Nach Sichtung und Prüfung durch die Regierung von Oberbayern der fast ausschließlich individuellen Einwendungen erfolgten die Anhörungen in Unterschleißheim. Zuerst die Gemeinden, Behörden und Verbände im November und Dezember 2008, anschließend von Januar bis März 2009 die Anhörung der Privatpersonen, welche eine Einwendung im Verfahren erhoben hatten. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger brachten ihre Betroffenheit im Ballhausforum in Unterschleißheim persönlich zum Ausdruck. Eine 3. Start- und Landebahn ist objektiv betrachtet überhaupt nicht nötig. Das bisherige sehr leistungsfähige 2-Bahnen-System hat eine Kapazität von rund 50 Millionen Passagieren, derzeit sind es 33 Millionen jährlich. Die Auswirkungen für das Flughafen-Umland wären bei der 3. Startbahn katastrophal. Auch aus Sicht des Umwelt- und Klimaschutzes stellt dies eine völlig verfehlte Verkehrspolitik dar. Der VCD fordert einen Stopp der Planungen und Verzicht auf dieses verheerende Großprojekt! Die Chancen für einen Stopp dieses unnötigen Prestigeprojektes aus der Ära Stoiber werden immer besser. Allerdings muss dieses Projekt aktiv zu Fall gebracht werden, von alleine erledigen sich die in Gang gesetzten Planungen leider nicht! Der VCD bedankt sich bei allen, die eine eigene Einwendung abgegeben und damit zu der großen Zahl an Gegnern einer 3. Startbahn beigetragen haben. Weitere Informationen zum Planfeststellungsverfahren finden Sie unter www.keine-startbahn3.de. Neu aufgelegt: Unsere Broschüre "Keine 3. Startbahn!"
Bereits in den letzten Jahren hatte der VCD Freising/Erding/Dachau circa alle 18 Monate Flyer über negative Folgen des Flugverkehrs aufgelegt. Nun ist der neueste Flyer "Keine 3. Startbahn" erhältlich, der sich mit aktuellen Entwicklungen rund um eine geplante Start- und Landebahn am Münchner Flughafen befasst. Kernstück ist eine Skizze, die geplante An- und Abflugrouten optisch aufzeigt. So wird sichtbar, dass sich der Lärmteppich in Süd/Nord-Richtung von der Stadt München bis in die Hallertau und in Ost/West-Richtung von Landshut bis zum Landkreis Aichach-Friedberg erstrecken würde. Für die Menschen und die Umwelt in der ohnehin belasteten Flughafenregion hätte eine 3. Startbahn verheerende Folgen. Allergien und Asthma sind ja schon seit Jahren vor allem im Landkreis Freising im Ansteigen. Die Schadstoffbelastung würde enorm zunehmen, gesundheitlich bedenkliche Stoffe die Gesundheit schädigen und Kerosinablagerungen für Landwirte und Gartenbesitzer ein immer größeres Problem werden. Grundwasserabsenkungen schädigen z.B. das Naturschutzgebiet Viehlassmoos. In Zeiten des Klimawandels macht der ausufernde Flugverkehr Einsparungen in anderen Bereichen, z.B. bei der Energieversorgung, zunichte.
Eine 3. Startbahn ist für den Bedarf von Bayern nicht notwendig. Der massive Zuwachs - erwartet werden 55,6 Millionen (2020) statt 28 Millionen (2005) - wird nicht aus der Region erwartet, sondern die Passagiere müssen erst in kleinen Flugzeugen bis aus Süditalien herangekarrt werden, damit die Flugzeuge voll werden. So wird der Umsteigeranteil auf 45% gesteigert. Diese Passagiere bringen der Region auch wirtschaftlich keinen Gewinn. Die schlimmsten Folgen hätte eine 3. Startbahn für die Bewohner von Schwaigermoos und Eittingermoos, die ihre Heimat verlieren würden, und für Attaching, das tagtäglich von direktem Überflug in geringer Höhe betroffen würde. Auch die Bewohner des Umlandes, die bisher weitgehend von Lärm und Schadstoffen verschont geblieben waren, werden dann die Folgen einer 3. Startbahn zu spüren bekommen. Es wird keine Gemeinde im Umland mehr geben, die nicht an Fluglärm oder immer mehr Durchgangsverkehr zu leiden hat! Weitere Informationen erhalten Sie auf www.keine-startbahn3.de. Fluglärm macht krank!
Mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland fühlen sich durch Fluglärm gestört. 7 % der Bevölkerung leidet hochgradig unter Fluglärm und ist damit einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Bei Kindern, die im Umkreis von Flughäfen leben, wurden Konzentrations- und Lernschwierigkeiten festgestellt. Das im Juni 2007 in Kraft getretene neue Fluglärmgesetz ist aus Sicht des VCD absolut unzureichend. Bei der Novellierung des Gesetzes standen eindeutig wirtschaftliche Gesichtspunkte im Vordergrund - das Gesetz schützt jetzt vor allem die Flughafenbetreiber. Zudem betrifft es nur den passiven Lärmschutz; mit der Zunahme des Flugverkehrs wird es aber immer wichtiger, auch den aktiven Lärmschutz gesetzlich zu verankern, d.h. den Lärm an der Quelle zu bekämpfen. Die Grenzwerte entsprechen nicht den neuesten Ergebnissen der Lärmwirkungsforschung. Das Fluglärmgesetz bietet insbesondere keinen wirksamen Schutz vor gesundheitsschädlichem nächtlichen Fluglärm. Der VCD fordert eine deutliche Nachbesserung der gesetzlichen Bestimmungen, wobei gesundheitliche Aspekte der betroffenen Anwohner den Schwerpunkt der Regelungen ausmachen müssen. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit gegen die 3. Startbahn durch eine Spende:
VCD Kreisverband Freising/Erding/Dachau e.V. Geben Sie bitte Ihren Namen und Ihre Anschrift und den Vermerk "Quittung" an, wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen. Bei Spenden bis 100 Euro kann das Finanzamt auch den Einzahlungsbeleg oder den Kontoauszug als Nachweis anerkennen, muss es aber nicht tun. Wir stellen Ihnen in solchen Fällen gerne nachträglich eine Spendenbescheinigung aus. Flugverkehr: Folgen für alleDie Folgen des Flugverkehrs für Mensch und Umwelt sind enorm. Schwer wiegt die Luftverschmutzung durch An- und Abflüge, die Abfertigung von Flugzeugen und den Zubringerverkehr. Probleme bereiten auch der hohe Energieverbrauch beim Betrieb des Flughafens, die Boden- und Gewässerbelastung sowieso der Flächenverbrauch.
Eine der wichtigsten Ursachen für Klimaänderungen ist der Treibhauseffekt , der sowohl auf natürliche Prozesse als auch auf die Wirtschaftsweise des Menschen zurückzuführen ist. Insbesondere die Freisetzung der Treibhausgase Kohlendioxid, Methan, Stickoxide und Fluorchlorkohlenwasserstoffe nahm in den letzten 50 Jahren enorm zu. Verursacher sind die Industrie, der Energiesektor und - in wachsendem Maße - der Verkehr. Schiff und Pkw sind bisher noch für einen höheren CO2-Ausstoß verantwortlich, aber wer die Wachstumsprognosen des Flugverkehrs betrachtet, entwickelt sich der Flugverkehr zum Klimakiller Nr. 1. Die klimaschädlichen Gase haben eine 2- bis 4-fach stärkere Treibhauswirkung als die gleiche Menge am Boden. Bei einem Flug z.B. nach Korfu verursacht jeder Flugpassagier fast so große Klimaschäden wie durch ein Jahr Autofahren. Dennoch ist der gewerbliche Flugverkehr steuerbefreit: Es gibt keine Steuer auf Kerosin und für Auslandstickets muss man keine Mehrwertsteuer bezahlen. Zusätzlich bekommen die Fluggesellschaften in München noch für Flüge über 5 Stunden Subventionen für Kerosin als "Marketing-Zuschuß". Der internationale Flugverkehr ist auch weder im Kyoto-Protokoll noch im Emissionshandel integriert. Die Forderungen des VCD:
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