Bibertbahn - Reaktivieren statt zerstören!
Die stillgelegte Trasse der Bibertbahn zweigt im Bahnhof Nürnberg- Stein von der Hauptstrecke nach Ansbach ab. Durch Gebersdorf verläuft sie zum ehemaligen Haltepunkt Fürth-Süd und weiter in den Landkreis Fürth.
Die Stadt Nürnberg plant nun zusammen mit der Deutschen Bahn AG, diese Bahnstrecke entwidmen zu lassen. Für die Nachbargemeinden Oberasbach und Zirndorf hätte dies fatale Folgen:
- Die beiden Städte würden damit dauerhaft von einem attraktiven Nahverkehr auf der Schiene abgeschnitten.
- Die Rothenburger Straße mit bereits heute über 40.000 Kfz/Tag kann dann nicht wirkungsvoll entlastet werden.
- Die offiziell favorisierte U-Bahn in den Landkreis wird es aus finanziellen Gründen wahrscheinlich nie geben. Und selbst wenn, so wäre frühestens in 20 Jahren eine Betriebsaufnahme möglich.
- Die fahrerlose U3 ist zudem für eine Flächenerschließung völlig ungeeignet: So ist für Oberasbach gerade einmal eine einzige U-Bahn Haltestelle vorgesehen. Eine Verlängerung zum besucherstarken playmobil FunPark ist ebensowenig realistisch wie ein Ausbau als Stadtbahnsystem in den Landkreis.
- Jegliche Optionen auf einen umweltfreundlichen Güterverkehr wären wären ebenfalls zerstört.
Die noch vorhandenen Trasse der Bibertbahn wäre dagegen kurzfristig und kostengünstig als Regionalbahn zu reaktivieren. Die erforderliche Neuverlegung der Gleise kostet nur einen Bruchteil des U-Bahnbaus. Wenn tatsächlich irgendwann die U-Bahn gebaut würde, wäre die Trasse auch für diese nutzbar, die Investitionen also auch dann nicht umsonst.

Als (vorläufiger) Endpunkt bietet sich der ehemalige Bahnhof Zirndorf-Leichendorf, nahe dem Playmobil Freizeitpark an. Aus Imagegründen wäre dann wohl eine Umbenennung in "FunPark" angebracht :-) Dort könnte auch ein Park&Ride-Platz sowie ein Verknüpfungspunkt zum Busverkehr entstehen. Die Züge der Bibertbahn können problemlos bis zum Nürnberger Hauptbahnhof durchgebunden werden und damit eine attraktive Direktverbindung schaffen.
Breites Bündnis engagiert sich
In Zirndorf und Oberasbach haben sich aktive Bürger und Verkehrspolitiker zur Interessengemeinschaft Bibertbahn (IGBB), der auch der VCD angehört, zusammengefunden.
Gegen die aktuellen Pläne der Stadt Nürnberg, durch die "Hintertür" den Bahnanschluss zu kappen, laufen auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden Sturm. Derzeit wird von ihnen gerade erst die Wirtschaftlichkeit einer möglichen U-Bahnverlängerung untersucht. Auch im Nahverkehrsentwicklungsplan der Stadt Nürnberg ist die Biberttrasse in verschiedenen Modellfällen als Stadt- oder Regionalbahn enthalten.
Dennoch sollen - ohne jede Not! - vollendete Tatsachen geschaffen werden, indem die Trasse in Gebersdorf stückchenweise an die Anlieger verkauft wird. Ein Bebauungsplan, der auf der Bahntrasse Gartenflächen festsetzt, befindet sich derzeit in Aufstellung...
Ein Skandal, wie hier mutwillig Infrastruktur zerstört und Steuergelder verschleudert werden? Höchste Zeit, dass angesichts Klimawandel, Umweltverschmutzung und steigender Benzinpreise der Schienenverkehr ausgebaut wird?
Der VCD und die IGBB freuen sich auf jede Form von Unterstützung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.





