Nein zur Flughafen-Nordanbindung!
Der Nürnberger Airport wünscht sich einen direkten Autobahnanschluss. Dafür soll eine Schneise in den Bannwald geschlagen und die Landebahn untertunnelt werden. Der Reichswald verliert durch die Trasse seine Funktionen für Ökologie und Naherholung. Auf die Anwohner in Ziegelstein und Buchenbühl kommen erhebliche Lärmbelastungen zu. Diese Planung gleicht einem Dinosaurier der autogerechten Verkehrspolitik!
Notwendigkeit?
Die bestehende Zufahrt ist gar nicht überlastet, die Planung auch nicht auf Zählungen oder Verkehrsuntersuchungen gestützt, sondern soll allein dem Image-Gewinn des Flughafens dienen. Die mit hohen Kosten erstellte U-Bahn ist ebenfalls kaum ausgelastet. Am Flughafen entstehen dagegen immer neue Parkhäuser, die dann mit Hilfe von Billigtarifen aufgefüllt werden. Nun soll die Allgemeinheit für diese umweltschädigende Geschäftspolitik aufkommen?
Kosten?
Für die "Becksteinröhre" werden rund 50 Mio. Euro verschwendet, da die Untertunnelung der Start- und Landebahn extrem aufwendig ist. Außerdem wären im laufenden Betrieb hohe Kosten zu erwarten. Geld, dass in den größten Klimakiller Flug- und in noch mehr Auto/LKW-Verkehr investiert wird!
Gefahren?
Der Bund Naturschutz hat sich ausführlich mit den von der Nordanbindung verursachten ökologischen Schäden auseinandergesetzt. Wir beschränken uns daher auf verkehrliche Aspekte:
Von der direkten Autobahnanbindung wird auch der LKW-Verkehr profitieren. Der Umschlag Straße/Straße wird im Frachtzentrum weiter zunehmen. Dies liegt ebenso im Interesse der Flughafen AG wie ein weiteres Gewerbegebiet. Vernünftigerweise sollte dieser Verkehr aber in das Güterverkehrszentrum am Hafen (nur dort Bahnanschluss!) abgezogen zu werden.
Nach der Autobahnanbindung wird in bekannter Salamitaktik der Druck für weiteren Straßenbau durch den Volkspark Marienberg als Anschluss an die Rollnerstraße geschaffen. Eine neue Einfallschneise in die Innenstadt entsteht, Pech für die Anwohner?
Alternativen!
Derzeit ist die Straßenerschließung für den Flughafen völlig ausreichend. Bei tatsächlichem Bedarf kann die Marienbergstraße entsprechend ausgebaut, bzw. eine neue Spange zur B 4 geschaffen werden. Eine Verkehrsberuhigung im Bierweg würde den Schleichverkehr weitgehend eindämmen.
Verbesserungswürdig ist vor allem die ÖPNV-Anbindung aus Richtung Nordwesten (Erlangen), hier wäre ein zügiger Bau der Stadtbahn und von dort aus ein direkt vertakteter Zubringerbus notwendig.

