Pressemitteilung
15/2019

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Verkehrsclub Deutschland
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Nürnberg, 14. Juni 2019

Tempo 30 bringt mehr Sicherheit

Anlässlich des Tags der Verkehrssicherheit erneuert der VCD seine Forderung nach Tempo 30 in Städten und Dörfern. "Tempo-30-Zonen haben seit den 1980er-Jahren dafür gesorgt, dass auf Erschließungsstraßen deutlich weniger Menschen getötet und verletzt werden. Doch auf den anderen Straßen blieb die Unfallgefahr. Jetzt ist es endlich an der Zeit, überall in den Orten für mehr Sicherheit und lebenswertere Verhältnisse zu sorgen", bekräftigt Bernd Sluka, der Vorsitzende des VCD Bayern. Tempo 30 ist ein wichtiger Baustein der Vision Zero – für Null Verkehrstote. Es ist eine Schwellengeschwindigkeit, bis zu der der kaum schwere Unfälle auftreten. Wird jedoch schneller gefahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen schwer verletzt oder gar getötet werden, sprunghaft zu.

Eine weitere Gefahrenquelle sind falsch parkende Fahrzeuge. Zugeparkte Gehwege zwingen vor allem mit Rollator, Rollstuhl und Kinderwagen zum Ausweichen auf die Fahrbahn. Zugeparkte Radfahrstreifen sind unbenutzbar. Zugeparkte Kreuzungen versperren die Sicht und erhöhen nachweislich das Unfallrisiko. Der VCD hat daher eine Petition für höhere Bußgelder für Falschparker angestoßen. Unter https://www.change.org/KnollestattKnoellchen können Sie dafür unterschreiben.

Aber auch außerhalb der Städte sind Fußgänger und Radfahrer gefährdet. Hier sollte vor allem eine bereits bestehende Regel Beachtung finden. Seit 10 Jahren gibt es die Vorschrift, dass 'wo Fußgänger oder Radfahrer [...] in besonderer Weise gefährdet sind' Tempo 70 anzuordnen ist. "Es ist an der Zeit, dass die Verkehrsbehörden endlich diese Anweisung beachten. Überall, wo außerörtlich Radfahrer oder Fußgänger keine Wege oder Alternativen haben, sollte zum Schutz die Fahrgeschwindigkeit auf ein erträgliches Maß reduziert werden", fordert Sluka ein.

Der VCD setzt sich für eine Verkehrswende ein. Weniger Autos in den Städten und Dörfern und mehr Sicherheit auf den Straßen bringen mehr Raum für das Leben, Aufenthalt und Kommunikation – Platz und Mobilität für Menschen statt für Autos.

Für Rückfragen steht Ihnen der VCD-Vorsitzende Bernd Sluka gerne persönlich unter Tel. 0176/420 63 287 zur Verfügung. Oder wenden Sie sich bitte an das VCD-Landesbüro.

 

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