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Landesverband Bayern e.V.
Position zum Donauausbau

 

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VCD-Position: Donauausbau - Nein, danke!

Der letzte, weitgehend unberührte Abschnitt der Donau zwischen Straubing und Vilshofen soll ausgebaut werden. Mehr Binnenschiffe sind das Ziel, indem die Donau dort an mehr Tagen schiffbar gemacht werden soll. Das Problem: Damit würde nicht nur viel schützenswerte Natur zerstört, sondern auch eine einmalige Landschaft. Schlimmer noch, verkehrlich wäre die Milliardenausgabe sogar schädlich.

Die Donau zwischen Straubing und Vilshofen auszubauen ist unnötig.

Spätestens mit dem Raumordnungsverfahren, das die Regierung von Niederbayern im Jahr 2006 abgeschlossen hat wurde deutlich, dass jede der diskutierten Ausbauvarianten zu Lasten der Bahn geht. Verkehrsverlagerung von der Straße findet dagegen so gut wie nicht statt.

Das bedeutet: Würde die Donau ausgebaut, würden dort fast nur Güter transportiert, die bereits heute auf der parallel verlaufenden Bahnlinie transportiert werden. Dadurch würde die umweltfreundliche Bahn durch das im Vergleich schädlichere Binnenschiff ersetzt werden. Binnenschiffe verbrauchen mehr Energie und ergezugen mehr schädliche Abgase, insbesondere Ruß und Staub, als die Bahn. Zudem wäre die Rentabiiltät der Bahnlinie längs der Donau für Güterverkehr stark beeinträchtigt.

Einige Abschnitte der Donau sind schlechter zu befahren als der naturnahe Bereich zwischen Straubing und Vilshofen. Nicht zuletzt lässt auch der Rhein-Main-Donau-Kanal die Schiffe, für die die an der Donau Ausbaustandards geschaffen werden sollen, gar nicht passieren und ist im Winter durch Eisbildung oft nicht befahrbar. Damit entfällt auch das Argument, dass der Ausbau für eine internationale Wasserstraße notwendig sei.

Jeder Ausbau, auch die naturnahe Variante A, stellt einen erheblichen, unwiderruflichen Eingriff in die Natur und Landschaft dar. Die gewachsene Kulturlandschaft an der niederbayerischen Donau würde durch den Ausbau beeinträchtigt und der Erholungs- und Freizeitwert verringert. Die Folgen u.a. für den Tourismus sind kaum absehbar.

Auf der anderen Seite kostet jede der Ausbauvarianten, selbst die sparsamste Variante A viele hundert Millionen an Steuergeldern. Diese Gelder sind wesentlich besser darin angelegt, die bestehende Bahnstrecke weiter zu ertüchtigen und die Verlagerung weiterer Transporte von Lkw auf die Bahn zu fördern.

Der VCD Landesverband Bayern lehnt daher jeglichen Ausbau der Donau im Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen als unnötiges, ja schädliches Prestigeprojekt ab.

 
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