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Dagegen oder dafür - schwarz oder weiß

Vom Dilemma, mit dem Thema "Verlagerung Verkehrslandeplatz" rational aus der Sicht eines ökologischen Verkehrsclubs umzugehen

Im März 2015 wurden die Unterlagen zur Planfeststellung für die Verlagerung des Verkehrslandeplatzes von der Stadt Coburg (Standort "Brandensteinsebene") in den Landkreis Coburg (Standort "Meeder-Neida") öffentlich gemacht. Die VCD Kreisgruppe Coburg beschäftigte sich seitdem intensiv mit den Unterlagen und stellte fest, dass - wenn man davon ausgeht, dass die Unterlagen aus fachlicher Sicht korrekt sind - bei gleichen Bedingungen (Start- und Landbahn von 1.400 Metern) beim Ausbau der Brandensteinsebene sechs Hektar Wald wegfallen würden, während beim Neubau in Meeder-Neida zur Sicherstellung der Hindernisfreiheit nur 0,6 Hektar Wald weggenommen werden müssten.

Was tun? Den Ausbau der "Brandensteinsebene" weiterhin fordern, obwohl bei den genannten Eingriffen in die Natur die Anforderungen für den Instrumentenflug für Maschinen in der Klasse von bis zu 5,7 Tonnen trotzdem nicht erfüllt werden könnten? Oder sich mit den Gegebenheiten abfinden, wie es der erst nach der Offenlage der Planfeststellungsunterlagen gegründete Verein "Rettet die Brandensteinsebene" und diverse andere Bürgerinitiativen und Parteien jetzt tun? Das würde allerdings bedeuten, dass im Werksverkehr heute allgemein übliche Flugzeugtypen nicht voll besetzt und voll betankt starten und landen könnten und der Platz von außerhalb mit Maschinen gleichen Typs nicht angeflogen werden könnte. Bedingungen, unter welchen sich generell die Frage nach dem Sinn der Ausgaben für den Unterhalt eines Verkehrslandesplatzes stellt.

In die beurteilenden Planfeststellungsunterlagen sind die Fragen und Vorschläge der Kreisgruppe Coburg des VCD nicht eingegangen: Wie hoch sind die Umweltauswirkungen, welche Umweltwirkung geht von einer möglichen Erweiterung der Anflugbefeuerung aus?

Die Position des VCD Bayern ist eindeutig. Wir akzeptieren den Flugverkehr im Bestand für den Personenverkehr wie auch für Geschäftsreiseverkehr und setzen uns für eine Reduzierung der Flugbewegungen ein. So sollten Inlandsflüge zwischen München und Berlin eigentlich nach Inbetriebnahme der Neubau- und Ausbaustrecke Ebensfeld-Erfurt-Halle ab 2018 der Vergangenheit angehören. Wir engagieren uns gegen den Ausbau weiterer Regionalflughäfen für den Personenverkehr. Hingegen haben wir an der den Anforderungen gerechten Nutzung von Verkehrslandeplätzen für den Geschäftsreiseverkehr nichts einzuwenden, da der Verkehrsanteil des Geschäftsreiseverkehrs sehr gering ist. Ein eingesparter Jumbo-Jet bringt die 20-fache Umweltentlastung wie ein eingesparter Firmenjet.

In Coburg wurde die Problematik bisher leider nur in den Kategorien des Dagegen oder Dafür - von schwarz oder weiß betrachtet, für Differenzierung war kein Raum. Mit unserer Stellungnahme haben wir Leitplanken aus ökologischer und ökologischer Sicht gesetzt. Wir fordern:

  • Die operativen Kosten des Verkehrslandeplatzes sind gänzlich über Nutzergebühren zu finanzieren, so dass seitens der öffentlichen Hand nur Investitionskostenzuschüsse zu leisten sind. Damit soll bereits im Rahmen der Genehmigung festgelegt werden, um ein "Millionengrab" zu vermeiden.
  • Der Eingriff im Falle eines Neubaus des Verkehrslandeplatzes in Meeder-Neida ist 120 % durch Ausgleichsmaßnahmen zu kompensieren, so dass sich die Umweltsituation verbessert.
  • Durch Einführung eines Mobilitätsmanagementes soll der Geschäftsreiseverkehr generell ökologischer gestaltet werden. Die Emissionen aus dem Betrieb des Verkehrslandeplatzes sind durch Verlagerung von Geschäftsreisen (oder auch Pendlerfahrten) vom Pkw auf die öffentlichen Verkehrsmittel (v. a. Bahn) oder auf besser ausgelastete Pkw zu 120 % zu kompensieren. Zum Nachweis des Erfolgs des Mobilitätsmanagents soll ein jährliches Testat seitens eines unabhängigen Dritten erstellt werden.

Nachdem die Planung in Meeder-Neida wegen des Problems der Hindernisfreiheit überarbeitet werden muss, wird sich zeigen, welcher Umwelteingriff nach der Überplanung gegeben ist. Dann wird auch der VCD die Situation neu bewerten.

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Kommunalwahl 2014

Die VCD Kreisgruppe Coburg hat im Vorfeld der Kommunalwahl die drei Landratskandidaten befragt. Wir wollen u. a. wissen, wie sie zum Bahnlückenschluss stehen, welche Ideen sie zum ÖPNV-Angebot in Zeiten des demografischen Wandels haben und ob das Fahrrad für sie in ihrer politischen Arbeit wichtig ist. Lesen Sie die Ergebnisse und die Antworten zu anderen Fragen.

Wir haben auch die OB-Kandidaten und -Kandidatinnen Coburgs zu ihren verkehrspolitischen Zielen befragt. Die Ergebnisse haben wir in einer Pressemitteilung zusammengefasst.

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Titelbild der Faltblatt Abendverkehr Coburg

Abendverkehr Coburg

Abends ins Kino oder Theater nach Coburg fahren und dann noch mit Bus oder Bahn heimkommen? Ein Bier oder ein Gläschen mehr trinken und auf die Heimfahrt mit dem Auto verzichten können? Die VCD Kreisgruppe will mit diesem Faltblatt zeigen, dass es mittlerweile viele Fahrtmöglichkeiten gibt.

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Kontakt

Gerd Weibelzahl
Forsthub 10
96271 Grub am Forst
Telefon: 0160 / 94 60 58 19

coburg@vcd-bayern.de

 
VCD - der ökologische Verkehrsclub
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